Hintergrund

Der Klimawandel ist und bleibt eines der vorrangigen Themen auf der weltweiten Agenda. Die 15. Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen im Dezember 2009 (COP 15) zeigt wie viel noch getan werden muss, um die vielen Herausforderungen zu meistern, die der Klimawandel und seine vielfältigen Konsequenzen für die Menschheit darstellen.

Um eine offene, breitere und interdisziplinäre Diskussion über die vielschichtigen Aspekte des Klimawandels zu ermöglichen hat das Forschungs- und Transferzentrum „Applications of Life Sciences“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg eine Reihe von Online-Forschungskonferenzen zum Thema Klimawandel ins Leben gerufen. Die weltweit erste wissenschaftliche Online-Klimakonferenz mit dem Titel KLIMA 2008 / CLIMATE 2008 wurde von 3. – 7. November 2008 abgehalten, die zweite Veranstaltung, KLIMA 2009 / CLIMATE 2009, fand vom 2. bis 6. November 2009 statt. Beide Online-Events hatten eine Besonderheit: die Konferenzen ermöglichten es hunderttausenden von Menschen auf dem gesamten Erdball, Klimathemen zu diskutieren ohne dabei zusätzliche und unnötige CO2-Emissionen zu verursachen.

Die bei der Pilotkonferenz KLIMA 2008 / CLIMATE 2008 und der Nachfolgerin KLIMA 2009 / CLIMATE 2009 gewonnenen Erfahrungen zeigen, dass Online-Forschungskonferenzen angesichts ihrer Klimafreundlichkeit und sogar klimaneutrale Durchführung großes Interesse wecken konnten. In der Tat stillen derartige Konferenzen die Nachfrage nach Veranstaltungen, die eine breite Beteiligung von Menschen aus verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichsten Hintergründen ermöglichen und damit das Bewusstsein über den globalen Klimawandel weitläufig fördern. Diese Online-Forschungskonferenzen, die herkömm¬liche Präsenzveranstaltungen nicht ersetzen sollen, bilden somit eine ideale Ergänzung zu klassischen Fachkonferenzen, weil sie einem breiteren Teilnehmerkreis offenstehen. Sie erlauben den Teilnehmern rund um die Uhr, umfangreiche Klima-Informationen direkt vom Arbeitsplatz, in der Schule, Universität oder von Zuhause unkompliziert und kostenlos abzurufen.

Die erfolgreichen Vorgängerkonferenzen belegten deutlich, dass weiterhin Bedarf besteht, die internationale Diskussion über den Klimawandel zu fördern. Aus diesem Grunde wird die Online-Klimakonferenz KLIMA 2010 / CLIMATE 2010 auch in 2010, vom 1. - 7. November 2010, veranstaltet. Im Fokus steht dann das Thema „Klimawandel und das nachhaltige Management von Wasserressourcen“. Diese Themenwahl erfolgte aus zwei konkreten Gründen:

  • Erstens beeinträchtigt der Klimawandel die Wasserversorgung und wird vermutlich dazu beitragen, ein Weltproblem zu verschlimmern, das bereits sehr ernste Ausmaße hat: Rund 1,2 Milliarden Menschen haben unter gegenwärtigen Umständen keinen Zugang zu Trinkwasser. Davon betroffen sind insbesondere Menschen in Entwicklungsländern. Zur Lösung dieses Problems haben sich die Vereinten Nationen das Ziel gesetzt, bis 2015 weiteren 600 Millionen Menschen den Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen, also rund 100 Millionen Menschen pro Jahr, die endlich Zugang zu Trinkwasser erhalten sollen.
  • Das zweite Argument besteht in der Notwendigkeit, die vorhandenen Wasserressourcen (die in bestimmten Gegenden bereits sehr knapp sind) endlich nachhaltig zu nutzen. Denn obwohl die Wasserreserven in einigen Gegenden Afrikas, Lateinamerikas oder des Mittleren Ostens bereits knapp sind, wird ein Großteil davon verschwendet. Zum Teil liegt dies an Leckagen, zum Teil aber auch daran, dass die entsprechenden Systeme zur Speicherung, Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Wasser nicht vorhanden sind. Das nachhaltige Haushalten mit globalen Wasserressourcen muss daher dringendst in Angriff genommen werden, um die Ziele der UN hoffentlich noch erfüllen zu können.

Dieser Themenschwerpunkt von KLIMA 2010 / CLIMATE 2010 wird tiefgehende Diskussionen ermöglichen und dadurch die Suche nach globalen und regionalen Lösungen gegen die Folgen des Klimawandels für die Wasserversorgung vorantreiben. Des Weiteren wird hier die Dringlichkeit der Thematik ins Licht der breiten Öffentlichkeit gerückt, die der Verbesserung der Situation der nachhaltigen Wassernutzung weltweit zugutekommt.

Die Veranstaltung wird teils in deutscher und teils in englischer Sprache abgehalten. Während der Konferenz können interessierte Teilnehmer die Beiträge lesen, ihre Ideen und Fragen mit den Autoren und teilnehmenden Experten austauschen sowie weitere Hintergrundinformationen zu speziellen Aspekten des Klimawandels finden.